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Zentrum












            ZÜRCHER WOCHE  |  Dienstag, 5. September 2023  |  KW 36  |  26. Jahrgang  |  Inserateannahme: 044 941 07 25  |  Redaktion: 043 299 91 89  |  info@zuerizeitung.ch

                             WEITER-                                   HANS-ULRICH                              NICOLAS A.                                KYOTO TO
                             BILDUNG                                   BIGLER                                   RIMOLDI                                   CATWALK

                             Die Lernwerkstatt                         Der Zürcher Natio-                       Der Spitzenkandidat                       Das Museum Rietberg
                             Olten blickt auf eine                     nalratskandidat er-                      der Nationalratsliste                     zeigt bis anfangs 2024
                             gelungene Ausbil-                         klärt in seiner neus-                    «MASS-VOLL!» macht                        die Geschichte des ja-
                             dungs-Akademie mit                        ten Kolumne, warum                       sich Gedanken über                        panischen Kimonos.
                             diversen Events zu-                       es mehr Unternehmer                      die Intoleranz der To-
                             rück.                                     in Bern braucht.                         leranten.

                    SEITE 2                                   SEITE 7                                   SEITE 9                                 SEITE 12



              «Der Steuerwett-



               bewerb ist einer




          der Erfolgsfaktoren



                    der Schweiz»




          Alfred Heer, Nationalrat und Präsident des Bundes der Steuer-
          zahler, erklärt, wie wir das Wachstum des Staates stoppen und
          die Steuerzahler entlasten können. Einen wichtigen Schritt in
          die richtige Richtung könnten wir bei den eidgenössischen
          Wahlen vom 22. Oktober tun.
                                                                                                                                        Bild: zVg
          Herr  Heer,  wofür  kämpft  der  nen  Franken kostete  und Fol-   Alfred Heer ist Nationalrat (SVP), Präsident des Bundes des Steuerzahler
          Bund der Steuerzahler?           gekosten  in  Millionenhöhe  be-  und Unternehmer.
          Wir kämpfen für tiefere Steu-    scheren wird. Ein weiteres Mit-
          ern, Gebühren und Abgaben  tel ist, Leute zu wählen, welche  fehlt der politische Wille dazu,  meinde anstrengen müssen, um
          und auch gegen das Ausgaben-     sich konsequent für weniger  auch bürgerliche Exekutivpoliti-      attraktiv zu bleiben. Verwaltun-
          wachstum beim Staat. So hat der  Staatsausgaben einsetzen.        ker scheuen sich davor und ar-    gen haben ja hoheitliche Aufga-
          Bund der Steuerzahler im Kan-                                     rangieren sich lieber mit dem  ben und es gibt keine Konkur-
          ton Zürich Anfang der 2000er  Ein Problem ist auch, dass im-      Staatspersonal. Man will ja nicht  renz. Deshalb ist es wichtig, dass
          Jahre erfolgreich die Abschaf-   mer mehr Leute direkt oder in-   abgewählt werden. Je mehr Per-    es wenigstens einen Steuerwett-
          fung der Erbschafts- und Schen-  direkt vom Staat leben. Kommt  sonen vom Staat abhängig sind,  bewerb gibt. Wer die Aufgaben
          kungssteuer durchgebracht zu-    so nicht irgendwann der Punkt,  desto schwieriger wird es na-      günstiger erledigen kann, kann
          sammen mit dem Hauseigentü-      an dem gar keine Reformen  türlich, Reformen zu verwirkli-         auch die Steuern senken.
          merverband.                      mehr möglich sind?               chen. Es ändert erst dann etwas,
                                           Es ist tatsächlich so, dass heute  wenn ein Staat tatsächlich bank-  International nimmt der Druck
          Sie  haben  es  angesprochen:  viele Personen direkt vom Staat  rott geht. Bis dahin wird weiter-   auf  die  Schweiz  zu,  die  Steu-
          Der  Staat  wächst  und  wächst.  profitieren. Sei dies durch ver-  gewurstelt und es werden Schul-  ern  zu  «harmonisieren»,  im
          Was kann man dagegen tun?        günstigten Wohnraum oder  den aufgenommen.                         Klartext: zu erhöhen. Jüngstes
          Das einzige Mittel sind Referen-  Subventionen aller Art. Zu-                                       Beispiel ist die OECD-Mindest-
          den gegen exorbitante Ausga-     dem gibt es immer mehr Per-      Welche  Bedeutung  hat  für  Sie  steuer. Was können wir diesem
          ben auf Kantons- und Gemein-     sonen, die beim Staat arbeiten,  der  Steuerwettbewerb  zwi-       Druck entgegensetzen?
          deebene. Leider gibt es (noch)  welcher  überdurchschnittliche  schen  Kantonen  und  Gemein-       Treiber hinter der Harmonisie-
          kein Finanzreferendum auf  Löhne zahlt. Selbstverständ-           den?                              rung sind die «Versager»-Staa-    Weitere spannende
          Bundesebene. Wir bekämpften  lich gibt es Staatsaufgaben, die  Der Steuerwettbewerb ist  ten, welche hohe Schulden und                Artikel lesen Sie
          verschiedene  Projekte  erfolg-  wichtig sind, wie die Polizei, Ge-  einer der Erfolgsfaktoren der  hohe Steuersätze haben. Man
          reich. Leider verloren wir im  sundheit und Bildung. Trotz al-    Schweiz. Ohne  Steuerwettbe-      will mit der Harmonisierung die   auch online.
          Kanton Zürich die Abstimmung  lem haben wir in der Verwaltung  werb würden wir heute nicht so  attraktiven Länder abstrafen.
          über das Polizei- und Justizzen-  eine hohe Unproduktivität, wel-  gut  dastehen.  Der  Wettbewerb
          trum, welches rund 700 Millio-   che es zu beseitigen gälte. Leider  hilft, dass sich Kantone und Ge-           Fortsetzung Seite 3
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