Page 1 - Pfäffiker Woche - KW 37 - 2023
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ZÜRCHER WOCHE  |  Dienstag, 12. September 2023  |  KW 37  |  26. Jahrgang  |  Inserateannahme: 044 941 07 25  |  Redaktion: 043 299 91 89  |  info@pfaeffikerwoche.ch


                             SERGE                                     SCHWEIZER                                NICOLAS A.                                ARRIGATO
                             GRÜNWALD                                  HEILKRÄUTER                              RIMOLDI                                   GMBH


                             Der Buchautor ver-                        Diverse Regionen in                      Der Spitzenkandidat                       Der Whirlpool-Spe-
                             mittelt zahlreiche                        der Schweiz beher-                       der Nationalratsliste                     zialist in Frauenfeld
                             Technik zur Selbst-                       bergen viele heimi-                      «MASS-VOLL!» macht                        bietet alles für die
                             motivation und positi-                    sche Heilkräuter –                       sich Gedanken über                        persönliche Wellness
                             ven Psychologie.                          entdecken Sie die Na-                    die Intoleranz der To-                    Oase inklusive Zube-
                                                                       turheilkunde, dort wo                    leranten.                                 hör und Service.
                                                                       sie beginnt.
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              «Der Steuerwett-



               bewerb ist einer




          der Erfolgsfaktoren



                    der Schweiz»




          Alfred Heer, Nationalrat und Präsident des Bundes der Steuer-
          zahler, erklärt, wie wir das Wachstum des Staates stoppen und
          die Steuerzahler entlasten können. Einen wichtigen Schritt in
          die richtige Richtung könnten wir bei den eidgenössischen
          Wahlen vom 22. Oktober tun.
                                                                                                                                        Bild: zVg
          Herr  Heer,  wofür  kämpft  der  nen  Franken kostete  und Fol-   Alfred Heer ist Nationalrat (SVP), Präsident des Bundes des Steuerzahler
          Bund der Steuerzahler?           gekosten  in  Millionenhöhe  be-  und Unternehmer.
          Wir kämpfen für tiefere Steu-    scheren wird. Ein weiteres Mit-
          ern, Gebühren und Abgaben  tel ist, Leute zu wählen, welche  fehlt der politische Wille dazu,  meinde anstrengen müssen, um
          und auch gegen das Ausgaben-     sich konsequent für weniger  auch bürgerliche Exekutivpoliti-      attraktiv zu bleiben. Verwaltun-
          wachstum beim Staat. So hat der  Staatsausgaben einsetzen.        ker scheuen sich davor und ar-    gen haben ja hoheitliche Aufga-
          Bund der Steuerzahler im Kan-                                     rangieren sich lieber mit dem  ben und es gibt keine Konkur-
          ton Zürich Anfang der 2000er  Ein Problem ist auch, dass im-      Staatspersonal. Man will ja nicht  renz. Deshalb ist es wichtig, dass
          Jahre erfolgreich die Abschaf-   mer mehr Leute direkt oder in-   abgewählt werden. Je mehr Per-    es wenigstens einen Steuerwett-
          fung der Erbschafts- und Schen-  direkt vom Staat leben. Kommt  sonen vom Staat abhängig sind,  bewerb gibt. Wer die Aufgaben
          kungssteuer durchgebracht zu-    so nicht irgendwann der Punkt,  desto schwieriger wird es na-      günstiger erledigen kann, kann
          sammen mit dem Hauseigentü-      an dem gar keine Reformen  türlich, Reformen zu verwirkli-         auch die Steuern senken.
          merverband.                      mehr möglich sind?               chen. Es ändert erst dann etwas,
                                           Es ist tatsächlich so, dass heute  wenn ein Staat tatsächlich bank-  International nimmt der Druck
          Sie  haben  es  angesprochen:  viele Personen direkt vom Staat  rott geht. Bis dahin wird weiter-   auf  die  Schweiz  zu,  die  Steu-
          Der  Staat  wächst  und  wächst.  profitieren. Sei dies durch ver-  gewurstelt und es werden Schul-  ern  zu  «harmonisieren»,  im
          Was kann man dagegen tun?        günstigten Wohnraum oder  den aufgenommen.                         Klartext: zu erhöhen. Jüngstes
          Das einzige Mittel sind Referen-  Subventionen aller Art. Zu-                                       Beispiel ist die OECD-Mindest-
          den gegen exorbitante Ausga-     dem gibt es immer mehr Per-      Welche  Bedeutung  hat  für  Sie  steuer. Was können wir diesem
          ben auf Kantons- und Gemein-     sonen, die beim Staat arbeiten,  der  Steuerwettbewerb  zwi-       Druck entgegensetzen?
          deebene. Leider gibt es (noch)  welcher  überdurchschnittliche  schen  Kantonen  und  Gemein-       Treiber hinter der Harmonisie-
          kein Finanzreferendum auf  Löhne zahlt. Selbstverständ-           den?                              rung sind die «Versager»-Staa-
          Bundesebene. Wir bekämpften  lich gibt es Staatsaufgaben, die  Der Steuerwettbewerb ist  ten, welche hohe Schulden und
          verschiedene  Projekte  erfolg-  wichtig sind, wie die Polizei, Ge-  einer der Erfolgsfaktoren der  hohe Steuersätze haben. Man
          reich. Leider verloren wir im  sundheit und Bildung. Trotz al-    Schweiz. Ohne  Steuerwettbe-      will mit der Harmonisierung die    Weitere spannende
          Kanton Zürich die Abstimmung  lem haben wir in der Verwaltung  werb würden wir heute nicht so  attraktiven Länder abstrafen.           Artikel finden Sie
          über das Polizei- und Justizzen-  eine hohe Unproduktivität, wel-  gut  dastehen.  Der  Wettbewerb                                     auch online.
          trum, welches rund 700 Millio-   che es zu beseitigen gälte. Leider  hilft, dass sich Kantone und Ge-           Fortsetzung Seite 3
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